Figma Config 2026: Code Layers und KI-Skills

Auf der Config 2026 zeigt Figma Code Layers, eigene KI-Skills, generative Plugins und native Animationen. Was den Design-zu-Code-Übergang verändert.

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Figma hat auf seiner Hauskonferenz Config 2026 am 24. Juni 2026 ein größeres Update vorgestellt. Im Zentrum steht eine Idee, die den Übergang zwischen Design und Entwicklung angreift: Code wird zum Material auf der Canvas. Dazu kommen eigene KI-Skills, generative Plugins und endlich native Animationen. Für die Design-Rolle, die hier sonst selten im Mittelpunkt steht, ist das die zweite große Tool-Nachricht innerhalb weniger Tage, nach Adobes Creative Agent.

Code Layers: der Handoff schrumpft

Die auffälligste Neuerung sind Code Layers. Jeder Design-Layer lässt sich per Klick oder Prompt in einen interaktiven Code-Layer verwandeln. Umgekehrt könnt ihr ein Repository klonen und bestehende Flows aus dem Code direkt als Layer in die Canvas holen.

Damit schrumpft ein Schritt, der die Zusammenarbeit zwischen Design und Entwicklung seit über einem Jahrzehnt prägt: die Übergabe. Statt ein Design zu bauen, zu dokumentieren und dann an die Entwicklung weiterzureichen, die es nochmal in Code übersetzt, lassen sich interaktive Zustände schon im Design-Tool ausprobieren. Wichtig dabei: Das ist eine Umgebung zum Explorieren, in der die Code-Qualität nicht im Vordergrund steht. Es ersetzt nicht das saubere Implementieren im echten Projekt, verkürzt aber das Hin und Her bis zum gemeinsamen Verständnis.

Eigene KI-Skills und Plugins per Prompt

Figma erweitert die KI-Funktionen an mehreren Stellen:

  • Custom Skills: Per Textbefehl legt ihr wiederverwendbare Skills an, die ein KI-Agent in Figma ausführt. Für mehr Kontext lassen sich Tools wie Notion, GitHub, Excel und Granola anbinden oder Dateien anhängen.
  • Generative Plugins: Plugins wie Layout-Generatoren oder Vektorpfad-Tracer entstehen aus einem Prompt, statt klassisch programmiert zu werden.
  • AI-Shader: Shader-Fills und -Effekte werden per Prompt generiert.

Das Muster ist dasselbe wie bei Skills für KI-Agenten generell: wiederkehrende Arbeit einmal beschreiben und dann delegieren, statt sie jedes Mal von Hand zu erledigen.

Endlich native Animationen

Lange mussten Designer:innen Bewegung in externer Software bauen und in ein Format übersetzen, das Figma interpretieren konnte. Das Update bringt Animationen, Übergänge und 3D-Transforms direkt in Figma, samt Vorschau im Design-File. Ein Reibungspunkt weniger im Prototyping.

Was das praktisch heißt

Der rote Faden des Updates: Figma schiebt sich näher an den Code und an die Automatisierung wiederkehrender Arbeit. Für Designer:innen heißt das weniger Werkzeugwechsel, für Frontend-Entwickler:innen eine gemeinsamere Sprache mit dem Design. Code Layers ist dabei der spannendste, aber auch jüngste Baustein, an dem sich erst in der Praxis zeigt, wie tragfähig die Brücke wirklich ist.

Zwei Dinge zum Mitdenken. Erstens bleibt die Code-Qualität aus der Explorations-Umgebung genau das, eine Exploration, kein produktionsreifer Code. Zweitens läuft die KI-Verarbeitung in Figmas Cloud. Bei der Anbindung von Notion, GitHub oder internen Dateien gehört geklärt, welche Inhalte dabei das Haus verlassen. Wer KI im Design über die reine Bildgenerierung hinaus einordnen will, findet die Grundlagen in KI im Design: mehr als Bildgenerierung.

Quellen3