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KI-Werkzeuge im Design: Was wofür taugt
Figma-Agent, Claude Design, Bildgeneratoren und Prototyping per Prompt: was die Werkzeuge kosten, wofür sie taugen und wo das Recht Grenzen setzt.
Im Bericht "AI in Design 2026" von Designer Fund und Foundation Capital geben 91 Prozent der befragten Designer:innen an, KI jede Woche zu nutzen. Ein Jahr zuvor waren es 54 Prozent. Im Schnitt arbeiten sie mit sieben KI-Werkzeugen statt mit drei. Die Umfrage von UX Tools unter 1.478 Befragten aus Design und Produktentwicklung zeigt die Kehrseite: Nur 1,4 Prozent würden ein KI-Ergebnis ungeprüft in die Produktion geben.
Die Werkzeuge sind also da, das Vertrauen noch nicht. Dieser Artikel sortiert, was es für welche Aufgabe gibt, was es kostet und wo du aufpassen musst. Wofür KI im Design-Prozess überhaupt taugt (UX-Texte, Research, Accessibility), steht im Einstieg für Designer:innen. Hier geht es um die Werkzeuge selbst.
Vier Aufgaben, vier Werkzeugklassen
| Aufgabe | Werkzeuge | Einstieg ab |
|---|---|---|
| Im bestehenden Design-System entwerfen | Figma mit Agent und Make | 16 Euro pro Monat (Professional, Jahresabo) |
| Aus einer Beschreibung zum Prototyp | Claude Design | 0 Euro (Free), Pro 18 Euro |
| Bilder, Moodboards, Illustrationen | Midjourney, Adobe Firefly, Gemini, ChatGPT, Draw Things | kostenlos bis etwa 11 Euro |
| Lauffähige Web-App statt Klickdummy | v0, Lovable, Bolt | 0 Euro, bezahlt ab etwa 25 Euro |
Alle Preise in diesem Artikel haben den Stand 13.10.2026.
Die Grenzen verschwimmen. Figma Make baut Prototypen, Claude Design exportiert Präsentationen, Firefly bindet fremde Bildmodelle ein. Für die Auswahl hilft die Frage, wo deine Arbeit am Ende liegen soll: in der Figma-Datei, im Code-Repository oder als Bilddatei.
In Figma arbeitet der Agent in deiner Datei
Wer ohnehin in Figma arbeitet, hat den kürzesten Weg. Zur Config im Juni 2026 hat Figma seinen Agenten als offene Beta für alle bezahlten Pläne freigegeben. Er erzeugt und variiert Entwürfe, übernimmt Fleißarbeit und gibt Feedback, und zwar direkt auf der Arbeitsfläche. Generative Plugins kamen ebenfalls als offene Beta: Du beschreibst ein kleines Werkzeug, der Agent baut es als wiederverwendbares Plugin in die Datei. Code Layers, also echter Code auf der Arbeitsfläche, hat Figma zunächst nur über eine Warteliste geöffnet. Die Ankündigungen haben wir in der News zur Figma Config 2026 zusammengefasst.
Figma Make baut aus einem Prompt einen interaktiven Prototyp und bleibt dabei in der Figma-Umgebung. Für Teams mit gepflegtem Design-System liegt das nahe, Das Design-System-Team der Reederei Maersk etwa stellt dafür ein eigenes Make-Kit bereit. Der Nachteil ist das dünne Backend. Daten speichert Make nur über eine Supabase-Anbindung und nur als Schlüssel-Wert-Paare, eine vollwertige Datenbank ist das nicht.
Dazu kommt der MCP-Server. Über ihn lesen Coding-Agenten wie Claude Code deine Variablen und Komponenten und erzeugen Code aus Frames. Der Rückweg heißt Write-to-Canvas: Agenten legen Frames, Komponenten und Auto Layout in Figma an. Das ist während der Beta kostenlos und soll später nach Nutzung abgerechnet werden. Was MCP ist, erklärt der Artikel MCP: Wie KI-Tools miteinander reden.
Preise pro Full Seat. Organization kostet 55 Euro, Enterprise 90 Euro pro Monat im Jahresabo. Der kostenlose Starter-Plan enthält bis zu 500 KI-Credits im Monat, höchstens 150 am Tag.
Credits sind die eigentliche Währung
Die KI-Funktionen laufen über Credits. Ein Full Seat bringt im Professional-Plan 3.000 Credits im Monat mit, in Organization 3.500 und in Enterprise 4.250. Die Credits gehören der einzelnen Person, verfallen am Monatsende und lassen sich nicht übertragen. Seit dem 18.03.2026 setzt Figma die Limits durch. Wer mehr braucht, kauft Zusatzpakete. Bei der Ankündigung im Dezember 2025 nannte Figma 120 Dollar im Monat für 5.000 Credits im Abo.
Was eine einzelne Aktion kostet, nennt die Hilfeseite nicht, und eine Auswertung nach Funktion gibt es auch nicht. Plane deshalb einen Probemonat ein, bevor du für ein Team hochrechnest.
Den Trainingsschalter prüfen
In den Plänen Starter und Professional ist "Content training" standardmäßig eingeschaltet. Figma lernt dann aus den Inhalten des Teams, nach eigener Aussage allgemeine Designmuster und nicht konkrete Entwürfe. Abschalten können das Team-Admins in den Einstellungen im Abschnitt "AI". In Organization und Enterprise ist das Training aus.
Die Dateiablage in der EU gibt es nur im Enterprise-Plan. Und auch dort gilt sie für die Dateiinhalte, nicht für die Chats mit dem Agenten.
Mit Claude Design vom Gespräch zum Prototyp
Claude Design ist im April 2026 als eigene Vorschau-Anwendung gestartet. Inzwischen ist es laut Anthropic eine der Vorlagen, mit denen du in Claude ein Artifact beginnst. Du beschreibst im Chat, was du brauchst, und bekommst einen Entwurf, einen klickbaren Prototyp oder einen One-Pager. Für Designer:innen hat sich seit dem Start einiges geändert:
- Claude Design ist in allen Plänen enthalten, auch im kostenlosen, und standardmäßig aktiv. Für Enterprise-Organisationen hat Anthropic die Standardaktivierung auf den 15.10.2026 gelegt.
- Ein eigenes Wochenkontingent gibt es nicht mehr. Die Nutzung zählt in denselben Topf wie der Chat und Claude Code.
- Die alte Oberfläche unter claude.ai/design schließt am 14.12.2026. Design-Systeme, die dort liegen, musst du vorher umziehen.
Stark ist Claude Design bei der Übergabe. Ein Entwurf lässt sich als PDF, PowerPoint, HTML oder ZIP exportieren, an Canva oder Vercel schicken oder an Claude Code weiterreichen. Dort holt der Befehl /design den Entwurf in die Codebase, /design-sync liest in der Gegenrichtung das Design-System aus dem lokalen Projekt ein.
Preise ohne Steuern. Max beginnt bei 90 Euro im Monat. Weil Design, Chat und Claude Code ein gemeinsames Kontingent teilen, reicht der kostenlose Plan eher zum Ausprobieren als für die tägliche Arbeit.
Eine Schwäche solltest du kennen. Das Design-System-Team von Maersk hat Claude Design Ende April 2026 geprüft und als "not ready for MDS-supported use" eingestuft. Der Grund: Das Werkzeug arbeitete mit einer interpretierten Fassung des Design-Systems, Tokens und Abstände wurden angenähert statt exakt übernommen. Maersk empfahl stattdessen Figma Make mit dem hauseigenen Kit. Die Einschätzung stammt aus der Zeit vor dem Umbau. Sie zeigt aber, worauf du im eigenen Test achten solltest: Miss die Ergebnisse an deinen Tokens, nicht am ersten Eindruck.
Wie du einen Auftrag so formulierst, dass ein brauchbarer Entwurf herauskommt, zeigt der Artikel Zoom raus: Der KI delegieren statt diktieren. Ein Beispiel:
Entwirf den Buchungsablauf für eine Physiotherapie-Praxis als klickbaren Prototyp für Smartphones.
Ziel: Bestandspatient:innen buchen in höchstens vier Schritten einen Folgetermin. Nutze unser Design-System aus dem verbundenen Repository, keine neuen Farben oder Schriftgrößen. Fertig ist der Entwurf, wenn alle Schritte per Tastatur bedienbar sind, jeder Fehlerzustand eine Meldung hat und der leere Kalender gestaltet ist.
Zeig mir zwei Varianten für die Terminauswahl und begründe kurz die Unterschiede.
Bildgeneratoren und was du mit den Bildern darfst
Bei Bildern entscheidet weniger die Qualität als die Frage, was du mit dem Ergebnis tun darfst.
| Anbieter | Aktuelles Modell | Einstieg | Was du wissen musst |
|---|---|---|---|
| Midjourney | V8.2 | Basic 10 Dollar/Monat | Bilder sind öffentlich, privat geht es nur in Pro (60 Dollar) und Mega (120 Dollar) |
| Adobe Firefly | Firefly plus Partnermodelle | Standard 10,98 Euro inkl. MwSt. | Freistellung nur für berechtigte Unternehmenskunden |
| Google Gemini | Nano Banana 2.1 | kostenlos, AI Plus 4,99 Euro | Jedes Bild trägt das Wasserzeichen SynthID |
| ChatGPT | GPT Image 2 | Go 8 Euro, Plus 23 Euro | Bildumfang steigt mit dem Plan, feste Stückzahlen nennt OpenAI nicht |
| Draw Things | offene Modelle wie FLUX.2, Qwen Image und SDXL | kostenlos | Rechnet lokal auf Mac, iPad und iPhone, die Lizenz hängt am Modell |
Midjourney hat für Kundenarbeit unbequeme Bedingungen. In den günstigen Plänen sind deine Bilder öffentlich und für andere remixbar. Unternehmen mit mehr als einer Million Dollar Jahresumsatz brauchen laut Nutzungsbedingungen den Pro- oder Mega-Plan, um Eigentümer ihrer Bilder zu sein. Und bei Ansprüchen Dritter stellst du Midjourney frei, nicht umgekehrt.
Adobe Firefly ist der vorsichtige Weg. Adobe versieht die Ergebnisse automatisch mit Content Credentials. Die oft zitierte Freistellung bei Urheberrechtsansprüchen gilt allerdings nur für berechtigte Unternehmenskunden und nur für ausgewählte Firefly-Ergebnisse. Für die eingebundenen Partnermodelle, darunter Nano Banana und GPT Image, musst du die Eignung selbst prüfen.
Gemini und ChatGPT sind die bequemsten, weil sie im Chat stecken, den du vermutlich schon nutzt. Lies vor dem ersten Kundenprojekt die Bedingungen deines Plans, vor allem die Abschnitte zu Nutzungsrechten und Training. Was für den Geschäftstarif zugesagt ist, gilt nicht automatisch für das private Abo.
Draw Things ist der Sonderfall in der Liste, weil die App kein Dienst ist. Sie lädt offene Bildmodelle auf deinen Mac, dein iPad oder iPhone und rechnet dort, auch ohne Internetverbindung. Prompts und Bilder bleiben auf dem Gerät, die lokale Nutzung ist kostenlos und ohne Kontingent. Wer mehr Rechenleistung braucht, kann Aufträge an die Server des Herstellers auslagern, mit dem Abo Draw Things+ für 8,99 Dollar im Monat in größerem Umfang. Dann verlassen die Daten allerdings wieder das Gerät. Für eigene Bildstile lassen sich LoRAs direkt auf dem Gerät trainieren. Wir setzen Draw Things bei KIberblick selbst ein.
Zwei Dinge musst du dafür mitbringen: einen einigermaßen aktuellen Rechner und die Bereitschaft, dich mit Modellen und Einstellungen zu beschäftigen. Außerdem wandert die Rechtefrage von der App zum Modell. Jedes offene Modell hat seine eigene Lizenz, manche erlauben kommerzielle Nutzung, andere nicht. Lies sie, bevor ein Bild zum Kunden geht. Warum lokale Verarbeitung beim Datenschutz hilft, steht in Lokale KI: Deine Daten bleiben bei dir.
Prototyping per Prompt, wenn es laufen soll
Wenn ein Klickdummy nicht reicht, kommen Werkzeuge ins Spiel, die echten Code erzeugen.
| Werkzeug | Ergebnis | Kostenlos | Bezahlt |
|---|---|---|---|
| v0 | Web-Oberfläche mit Code, Deployment bei Vercel | 7 Nachrichten am Tag | Plus 30 Dollar pro Person und Monat |
| Lovable | Web-App mit Backend und Anmeldung | 5 Credits am Tag, höchstens 30 im Monat | Pro 25 Euro mit 100 Credits |
| Bolt | Full-Stack-App mit Datenbank | 1 Mio. Tokens im Monat | Pro 25 Dollar pro Monat |
| Figma Make | Interaktiver Prototyp in Figma | Starter-Credits | im Full Seat enthalten |
Die vier unterscheiden sich darin, was am Ende läuft. Make bleibt in Figma und eignet sich für Prototypen, die vor allem zeigen sollen, wie sich das Produkt anfühlt. v0 erzeugt Web-Oberflächen als Code und veröffentlicht sie bei Vercel. Lovable und Bolt bauen Anwendungen mit Backend, bei Lovable gehört die Anmeldung dazu.
Alle drei Code-Werkzeuge rechnen über Kontingente ab, also über Credits oder Tokens, die das Abo mitbringt. Bei Lovable kostet eine kleine Änderung laut Dokumentation einen halben Credit, eine Landingpage mit Bildern zwei. Bei v0 steht neben den 30 Dollar für Plus ein durchgestrichener Preis von 90 Dollar, es kann sich also um einen Aktionspreis handeln. Der Verzicht auf Training mit deinen Eingaben ist dort erst im Business-Plan für 100 Dollar pro Person und Monat voreingestellt.
Es geht auch ohne Plattform
Für einen Klickdummy oder ein kleines MVP brauchst du keinen dieser Dienste. Ein Coding-Agent wie Claude Code baut dir dasselbe in einem Ordner auf deinem Rechner. Du beschreibst, was entstehen soll, der Agent legt die Dateien an, startet die Anwendung lokal und ändert sie auf Zuruf. Der Code gehört von der ersten Minute an dir, liegt in deinem Repository und hängt an keinem Hosting und keinem Credit-Konto eines Prototyping-Anbieters. Bezahlt wird über das Abo, das du für den Agenten ohnehin hast.
Der Preis dafür ist etwas mehr Einrichtung. Du brauchst ein Terminal oder die Desktop-App, und veröffentlichen musst du selbst. Die Prompts und der Code gehen außerdem weiterhin an den Anbieter des Modells, lokal ist nur die Ablage. Wie diese Agenten arbeiten, erklärt KI-Agenten: wenn die KI selbst Dateien anfasst, welche es gibt, steht im Vergleich der KI-Coding-Tools.
So ein Prototyp ist schnell gebaut und sieht fertig aus. Was zwischen diesem Stand und einem Produkt liegt, auf das sich Kunden verlassen, beschreibt der Artikel Vom MVP zur professionellen Lösung.
Drei Rechtsfragen vor dem Kundenprojekt
Gehört mir das Bild?
Nach den ersten beiden deutschen Entscheidungen: nicht automatisch. Das Amtsgericht München hat am 13.02.2026 über drei Logos entschieden, die per Texteingabe entstanden waren, und die Klage abgewiesen (Az. 142 C 9786/25). Ein KI-Ergebnis kann danach ein geschütztes Werk sein, aber nur, wenn der menschliche Beitrag das Ergebnis eindeutig erkennbar prägt und dominiert. Detaillierte Prompts und die Auswahl aus mehreren Vorschlägen reichten dem Gericht nicht.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat mit Beschluss vom 02.04.2026 den Eilantrag einer Fotografin gegen ein KI-Bild zurückgewiesen, das nach ihrem Foto entstanden war (Az. I-20 W 2/26). Übernommen war nur das Motiv, und das ist nicht geschützt. Auf eine freie Bearbeitung konnte sich der Ersteller trotzdem nicht berufen, weil er seinen eigenen schöpferischen Beitrag nicht dargelegt hatte.
Beides sind Einzelfälle, das Münchner Urteil ist erste Instanz und der Düsseldorfer Beschluss ein Eilverfahren. Für die Praxis heißt es trotzdem: Ein Logo oder Keyvisual, das unverändert aus dem Generator kommt, kannst du einem Kunden kaum als exklusiv geschützt verkaufen. Je mehr eigene Gestaltung im Ergebnis steckt, desto besser ist deine Position. Halte deine Arbeitsschritte fest.
Muss ich das Bild kennzeichnen?
Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung gelten seit dem 02.08.2026. Die maschinenlesbare Markierung ist Sache der Anbieter der KI-Systeme. Für Systeme, die vor dem Stichtag auf dem Markt waren, haben sie dafür bis zum 02.12.2026 Zeit. Wer täuschend echte Bilder veröffentlicht, muss das in der Regel offenlegen, für erkennbar künstlerische Arbeiten gelten Erleichterungen. Wen das genau trifft und wie die Kennzeichnung aussieht, steht in KI-Inhalte kennzeichnen: Der EU-Kodex ab August.
Darf das Kundenmaterial ins Werkzeug?
Interview-Transkripte, Screenshots mit echten Kundendaten und unveröffentlichte Entwürfe eines Auftraggebers sind keine Testdaten. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist Pflicht, sobald der Anbieter personenbezogene Daten für dich verarbeitet. Bei Entwürfen ohne Personenbezug geht es um Vertraulichkeit, und die regelt dein Vertrag mit dem Kunden.
Figma bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit EU-Standardvertragsklauseln. Bei Anthropic gilt er nur, wenn dein Vertrag ihn einbezieht, etwa über die Commercial Terms. Kläre vor dem Upload, ob das für deinen Plan zutrifft. Gegen Midjourney spricht bei Kundenmaterial, dass erzeugte Bilder außerhalb von Pro und Mega öffentlich sind und Midjourney sich an hochgeladenen und erzeugten Inhalten eine weitreichende Lizenz einräumt.
Die Pflichten dahinter erklärt der Artikel DSGVO und KI-Tools: Was Teams wissen müssen.
Wo die Werkzeuge heute schwächeln
In der Umfrage von UX Tools nennen 52,2 Prozent die Qualität der KI-Ergebnisse als Hindernis. Ein Drittel vertraut ihnen für die Produktion, aber erst nach einem Review.
Bei der Barrierefreiheit ist das Misstrauen berechtigt. Der Anbieter AudioEye hat Ende September 2026 einen Test veröffentlicht, in dem fünf KI-Systeme je drei Websites bauten, mit dem ausdrücklichen Ziel WCAG 2.2 AA. Die 15 Websites enthielten 306 verschiedene Probleme. Im Schnitt waren es 55 pro Einzelseite und damit kaum weniger als die 62, die AudioEye bei gewöhnlichen Websites zählt. AudioEye verkauft selbst Produkte für Barrierefreiheit, 15 Websites sind eine kleine Stichprobe, und von den Werkzeugen aus diesem Artikel war nur Lovable dabei. Die generierten Oberflächen waren in diesem Test also etwa so zugänglich wie der Durchschnitt, und der ist nicht gut. Die Prüfung bleibt bei dir.
Womit anfangen?
- Du arbeitest in Figma und hast ein Design-System: Fang mit dem Agenten und Make an. In Starter und Professional schaltet ein Admin vorher das Content Training ab. Beobachte dann einen Monat lang den Credit-Verbrauch.
- Du brauchst schnell etwas Klickbares für ein Gespräch: Claude Design. Für erste Versuche reicht der kostenlose Plan, für regelmäßige Arbeit eher Pro. Kundenmaterial gehört dort nur hinein, wenn dein Vertrag die Auftragsverarbeitung abdeckt.
- Du brauchst Bilder für Kundenarbeit: Firefly, wenn dir der Herkunftsnachweis wichtig ist, denn Content Credentials sind dort automatisch dabei. Midjourney nur im Pro- oder Mega-Plan mit eingeschaltetem Stealth-Modus, sonst sind die Bilder öffentlich. Draw Things, wenn Prompts und Referenzbilder das Gerät nicht verlassen sollen.
- Der Prototyp soll Daten speichern und getestet werden: Lovable oder Bolt, oder ein Coding-Agent wie Claude Code, wenn der Code gleich bei dir liegen soll. Am besten zusammen mit jemandem aus der Entwicklung.
Für alle vier Fälle gilt, was die Umfragen zeigen: Der Entwurf kommt schnell, die Prüfung bleibt deine Arbeit.
Passende Erweiterungen für Claude findest du in Bewährte Skills für Designer:innen.
Quellen36
- Figma: Pricing (abgerufen 13.10.2026)figma.com
- Figma Help: Manage AI credits (abgerufen 13.10.2026)help.figma.com
- Figma Blog: Updates to AI credits in Figma (09.12.2025)figma.com
- Figma Help: Control AI features and content training settings (abgerufen 13.10.2026)help.figma.com
- Figma Forum: Everything announced at Config 2026 (24.06.2026)forum.figma.com
- Figma Help: Guide to the Figma MCP server (abgerufen 13.10.2026)help.figma.com
- Figma Help: Make und Supabase (abgerufen 13.10.2026)help.figma.com
- Figma Help: Enable localized file hosting (abgerufen 13.10.2026)help.figma.com
- Figma: Data Processing Addendum (abgerufen 13.10.2026)figma.com
- Claude Support: Get started with Claude Design (abgerufen 13.10.2026)support.claude.com
- Anthropic: Introducing Claude Design by Anthropic Labs (17.04.2026)anthropic.com
- Claude: Pricing (abgerufen 13.10.2026)claude.com
- Anthropic: Data Processing Addendum (abgerufen 13.10.2026)anthropic.com
- Maersk Design System: Claude Design & MDS (28.04.2026)designsystem.maersk.com
- Midjourney Docs: Comparing Midjourney Plans (abgerufen 13.10.2026)docs.midjourney.com
- Midjourney Docs: Models (abgerufen 13.10.2026)docs.midjourney.com
- Midjourney: Terms of Service (abgerufen 13.10.2026)docs.midjourney.com
- Adobe: Firefly-Abos (abgerufen 13.10.2026)adobe.com
- Google AI for Developers: Image generation (abgerufen 13.10.2026)ai.google.dev
- Google: Gemini-Abos (abgerufen 13.10.2026)gemini.google
- Draw Things: Website mit Editionen und Preisen (abgerufen 13.10.2026)drawthings.ai
- App Store: Draw Things, Offline AI Art (Version 26.1008.0, abgerufen 13.10.2026)apps.apple.com
- OpenAI API Docs: GPT Image 2 (abgerufen 13.10.2026)developers.openai.com
- ChatGPT: Preise (abgerufen 13.10.2026)chatgpt.com
- v0: Plans and Pricing (abgerufen 13.10.2026)v0.app
- Lovable: Pricing (abgerufen 13.10.2026)lovable.dev
- Lovable Docs: Plans and credits (abgerufen 13.10.2026)docs.lovable.dev
- Bolt: Pricing (abgerufen 13.10.2026)bolt.new
- AG München: Endurteil vom 13.02.2026, Az. 142 C 9786/25gesetze-bayern.de
- Morgan Lewis: AI and Copyright, Judicial Landscape in Germany (Juni 2026)morganlewis.com
- Ferner Alsdorf: KI-Bildgenerierung und Lichtbildschutz, OLG Düsseldorfferner-alsdorf.de
- EUR-Lex: Verordnung (EU) 2026/1744 (Amtsblatt 24.07.2026)eur-lex.europa.eu
- Cloud Security Alliance: Research Note zu Artikel 50 der KI-Verordnung (29.07.2026)labs.cloudsecurityalliance.org
- Designer Fund und Foundation Capital: AI in Design 2026designerfund.com
- UX Tools: State of Prototyping, Spring 2026uxtools.co
- AudioEye: Studie zu KI-Coding-Tools und Barrierefreiheit (30.09.2026)finviz.com